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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0006335003 633500 -   € -   €
 
 
 

Krones halten


28.08.2008
Bankhaus Lampe

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst vom Bankhaus Lampe, Gordon Schönell, rät weiterhin zum Halten der Krones-Aktie (ISIN DE0006335003 / WKN 633500).

Die von der Krones AG vorgelegten Zahlen zum zweiten Quartal hätten in Bezug auf den Umsatz unter den hohen Erwartungen der Analysten, aber im Rahmen der Markterwartungen gelegen. Die von der Gesellschaft realisierten Margensteigerungen hätten die Analystenerwartungen dagegen getroffen. Die EBIT-Marge sei in Q2 im Vergleich zum Vorjahresquartal von 6,9% auf 7,6% gestiegen. Die Verbesserungen würden aus verschiedenen internen Prozessoptimierungen resultieren. Zudem habe Krones auf der letzten Analystenkonferenz von einem nachlassenden Preisdruck berichtet.

Da Krones sich für den Produktionsstandort Deutschland ausspreche, gehöre es zu den Unternehmen, die stark von der Körperschaftsteuerreform profitieren würden. Zum Halbjahr habe sich die Steuerquote von 37,1% auf 32,0% reduziert. Dementsprechend sei der Konzernjahresüberschuss (+32,5%) zum Halbjahr deutlicher als das Vorsteuerergebnis (+21,3%) gewachsen. Der Auftragseingang habe mit 635,2 Mio. EUR deutlich über den Erwartungen des Marktes gelegen (616 Mio. EUR laute Konsens Dow Jones), nachdem Q1/08 mit +9,0% und Q4/07 mit +5,6% recht schwach ausgefallen seien.

Die Gesellschaft profitiere unverändert von ihrer starken Stellung als Komplettanbieter, der die gesamte Wertschöpfungskette der Zielkunden abdecke. Krones könne komplette Abfüllbetriebe von der Getränkeproduktion bis hin zur Warenverteilung ausstatten. Aus diesem Grund halte die Gesellschaft auch an dem Segment Prozesstechnik fest, welches relativ schwache Ergebnisse erziele, auch wenn Krones hier zum Halbjahr mit einem EBT von +2,0 Mio. EUR nach -2,4 Mio. EUR nun in der Gewinnzone angekommen sei. Die Marge von 1,4% müsse aber noch deutlich verbessert werden. Ohne diesen Geschäftszweig würde die Gesellschaft manche Aufträge im Hauptsegment Produktabfüllung und -ausstattung nicht bekommen.

Produktbezogen stelle sich unverändert die Kunststofftechnik durch den steigenden Absatz von PET-Flachen als Treiber für das Wachstum dar. Regional habe sich China sehr stark entwickelt. Die Umsätze hätten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 82,8 Mio. EUR nahezu verdreifacht werden können. Europa habe leicht um 2,5% zugelegt, Amerika habe sich rückläufig entwickelt (-2,8%), wobei sich in den USA deutlich höhere Umsatzrückgänge eingestellt hätten, da Südamerika hohe Umsatzzuwächse verzeichnet habe. Zum Halbjahr habe die außereuropäische Exportquote erstmal bei über 50% gelegen.


In etwa zeitgleich mit Krones habe auch der zum Salzgitter-Konzern gehörende Wettbewerber Klöckner Werke Zahlen vorgelegt. Im Gegensatz zu Krones hätten diese im ersten Halbjahr rückläufige Umsätze hinnehmen müssen. Angesichts einer Book-to-bill-Ratio von größer 1 im zweiten Quartal stünden die Zeichen bei Krones unverändert auf Wachstum. Die Guidance - eine quantitative gebe es nur für den Umsatz (Wachstum am Ende des Zielkorridors von 5% bis 10%) - sei bestätigt worden, sollte aber leicht übertroffen werden. Die Branche werde allgemein von der stetig wachsenden Bevölkerungszahl und dem steigenden Wohlstand in stark wachsenden Volkswirtschaften profitieren. Bis 2010 werde der globale Getränkeverbrauch durchschnittlich um jährlich 3,6% wachsen.

Die Gesellschaft sei nach Erachten der Analysten im Wettbewerb durch ihre Position als Komplettanbieter gut aufgestellt. Man profitiere hier von der steigenden Nachfrage nach Turnkey-Projekten, also dem Bau kompletter Abfüllbetriebe von der Getränkeproduktion bis hin zur Warenverteilung. Hier spiele auch das margenschwache Geschäftsfeld Prozesstechnik, worunter Krones die Verbindung von Anlagen-Know-how und Verfahrenstechnik sowie Mikrobiologie und Informationstechnologie zu einer umfassenden Lösung für die komplette Produktionslinie des Kunden verstehe, eine wichtige Rolle. Ohne dieses Know-how würde die Gesellschaft einige Aufträge nicht bekommen. Ziel sei es, hier zu den Margen von GEA und Alfa Laval aufzuschließen, was aber wohl noch etwas dauern werde, obwohl zuletzt bereits deutliche Verbesserungen zu sehen gewesen seien.

Der Preisdruck in der Branche habe angabegemäß nachgelassen. KHS bzw. Klöckner Werke müsse für den Salzgitter-Konzern Gewinne erwirtschaften und der neue CEO von Sidel habe verkündet, dass ihm Klasse vor Masse gehe. Die großen Player in dieser Branche würden aus Europa kommen, so dass sich im Hinblick auf den starken Euro die Wettbewerbsnachteile in Grenzen halten würden. Das Geschäft in Nordamerika sei aktuell im Vergleich zu anderen Regionen von Investitionszurückhaltungen geprägt. Die Umsätze in USD würden sich im laufenden Geschäftsjahr wohl nur auf dem Niveau des Vorjahres bewegen. Umgerechnet in Euro seien die Umsätze rückläufig.

Akquisitionen würden die Analysten für das laufende Geschäftsjahr nicht mehr erwarten. Stattdessen könnten sie sich vorstellen, dass der Konzern insbesondere im Bereich der Materialflusstechnik seine internen Bemühungen steigern werde.

Im Vergleich zu deutschen Anlagen- und Maschinenbauern werde die Gesellschaft mit einer Prämie bewertet. Aufgrund der ihres Erachtens geringeren konjunkturellen Abhängigkeit und des zu erwartenden Wachstums in den Schwellenländern könnten die Analysten diese Bewertung nachvollziehen.

Da die Analysten vom Bankhaus Lampe darüber hinaus aber kein deutliches Kurspotenzial sehen, stufen sie die Aktie von Krones unverändert mit der Anlageempfehlung "halten" ein. Das Kursziel werde von 58,00 auf 52,00 EUR reduziert. (Studie "MDAX-Guide Herbst 2008" vom 27.08.2008) (28.08.2008/ac/a/d)




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